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Unterwasserfotografie | |||||||||||||||||||||||
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Die Unterwasserfotografie ist ein faszinierendes, wenn auch schwieriges Gebiet der Fotografie. Ich selbst bin damals mit einer Motor Marine II angefangen. Doch in der analogen Zeit machte es keinen so großen Spaß. Ob die Bilder etwas geworden sind oder nicht, dass erfuhr man immer erst nach dem Urlaub. Erst seitdem es auch unter Wasser möglich ist digital zu fotografieren kommt richtig Freude auf. Allerdings braucht die Ausrüstung gute Pflege. Sonst kann es dir passieren, dass plötzlich Wasser IM Gehäuse ist. Die Kamera ist in diesem Fall "ertrunken" und meistens nicht mehr zu retten. Genau das ist mir in der Karibik passiert...
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| Ein paar Tipps und Tricks zur Unterwasserfotografie | ||||||||||||||||||||||||
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Es gibt drei Grundregeln die jeder beachten sollte:
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Wasser hat die Eigenschaft Licht zu "filtern", d.h. mit zunehmender Tiefe werden nach und nach die farbigen Anteile des Lichts herausgefiltert. Dieser Effekt tritt schon ab ca. 3-5 m Wassertiefe aus. Zuerst werden die roten Anteile herausgefiltert, ein wenig tiefer folgen dann orange, gelb, grün und zuletzt blau. Wir so ein Foto in ca. 20 m Tiefe ohne Blitz aussieht seht ihr rechts. Es besteht praktisch nur noch aus einer Farbe: blau. Das solche Bilder nicht unbedingt attraktiv sind, dass kannst du selbst rechts sehen.Das andere Beispiel unten zeigt eine Aufnahme mit einem externen Blitzgerät. Hier kommen die gelben Fische richtig zu Geltung. Beide Fotos sind ungefähr in der gleichen Wassertiefe aufgenommen worden.
Bei Fotos mit Blitz ist zu beachten, dass das Licht bei einer Aufnahmeentfernung von 2 m, insgesamt 4 m (hin und zurück) zurücklegen muss. Das heißt, das kaum noch Rotanteile im Licht vorhanden sind! Hat man kein externen Blitz zur Verfügung, kann man in klarem Wasser auch mal den internen Blitz versuchen. Hier ist aber verstärkt mit Reflexionen der Schwebteilchen zu rechenen. Eine weitere Alternative ist ein manueller Weißabgleich der Kamera. Hierbei muss eine weiße Tafel vor die Kamera gehalten werden. Die Kamera mißt nun den Farbwert und setzt die anderen Farben wieder in das richtige Verhältnis. Wie dies genau funktioniert musst du in der Bedienungsanleitung deiner Kamera nachlesen. |
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| Dem Autofokus deiner Kamera kannst du übrigens auch unter Wasser vertrauen. Es macht keinen Unterschied ob er an Land oder unter Wasser die Entfernung mißt. Auch wenn die scheinbare Entfernung unter Wasser kleiner zu sein scheint und die Motive größer aussehen brauchst du dir darum also keine Gedanken machen. Das ist doch auch schon mal etwas positives... ;-) | ||||||||||||||||||||||||
| Die Vorteile einer digitalen Unterwasserkamera gegenüber einer analogen sind vielfältig. Dies fängt bei der sofortigen Kontrolle über das Display an und hört beim erhöhten Lerneffekt auf. Erhöhter Lerneffekt??? Dadurch, das ich sofort sehen kann ob ein Foto etwas geworden ist oder nicht, kann ich bestimmte Einstellungsparameter der Kamera verändern. Durch diese Veränderung sehe ich sofort ob das Bild nun besser oder schlechter geworden ist. Dadurch erklärt sich auch der größere Lerneffekt gegenüber einer analogen Kamera. Glaub mir, nichts ist schlimmer, wenn man erst zu Hause merkt, dass der Walhai nur nur teilweise oder unscharf auf den Film abgebildet worden ist. Mir persönlich macht die digitale Fotografie inzwischen mehr Spaß als die alte analoge Technik. Ein weiterer Vorteil kommt nach der Fotosession zu tragen. Statt die Bilder ins Labor zu geben und zu hoffen das sie richtig ausbelichtet werden, schaue ich mir die Bilder im Bildbearbeitungsprogramm sofort an und kann das Bild so "entwickeln" wie ich es gern hätte. Bei den meisten Bildern verändere ich 3-4 Werte. Als erstes verändere ich den Weißabgleich. Dieser ist, trotz Blitz, oftmals nicht 100%ig in Ordnung. Die Anwendung ist relativ simpel, auch wenn es manchmal viel mit ausprobieren zu tun hat. Je nach Bildbearbeitungssoftware habe ich bis zu drei verschiedene Pipetten, nämlich eine schwarze, eine graue und ein weiße. Ich nutze die graue am häufigsten. Mit der Pipette suche ich jetzt im Bild eine Stelle die grau (oder schwarz oder weiß, je nach Pipette) erscheinen soll. Ich klicke die Stelle an und schon sehe ich wie sich die Farben auf dem Foto anpassen. Wenn es mit gefällt gehe ich zum nächsten Punkt, der Tonwertkorrektur. Falls nicht, suche ich mir den nächsten Punkt auf dem Bild, solange, bis ich den richtigen Punkt gefunden habe. Die Tonwertkorrektur ist sehr hilfreich beim Anpassen der Farben. In den meisten Fällen sieht man an der Tonwertkurve sofort welche Farben korrigiert werden müssen. Im Idealfall fängt die Kurve links an und hört ganz rechts auf. In fast allen Fällen ist es aber so, dass die Tonwertkurve "irgendwo mittendrinn" anfängt und auch nicht an der passenden Stelle aufhört. Ich stelle die Regler unter der Tonwertkurve dann so ein, dass sie jeweils am Anfang und Ende der Kurve stehen. Dies mache ich mit allen drei Farben. Anschließend sollte das Bild schon deutlich besser aussehen. Als nächstes erfolgt die Sättigung. Dies ist ein Bearbeitungsschritt der viel mit dem persönlichen Geschmack zu tun hat. Von daher will ich auch nicht allzu viel darüber schreiben. Ich persönlich mag gern die etwas satteren Farben und erhöhe daher die Sättung ein wenig. Aber dies ist jedem selbst überlassen. Eine weitere Option ist das Schärfen der Bilder. Hierfür benutze ich die "Unscharf maskieren" Funktion. Aber Vorsicht!!! Zu stark geschärfte Bilder sehen nicht aus und wirken etwas ausgefranzt. Lieber etwas weniger schärfen, man hat wirklich mehr davon. |
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| Nun habe ich nur noch eine ganz wichtige Sache. Pflege die Kamera, besonders den O-Ring und das Gehäuse ganz penibel. Reinige die Nut in der der O-Ring sitzt und fette den Ring vorsichtig dünn ein. Ansonsten passiert dir dasselbe wie mir und du hast das Wasser im Gehäuse, zusammen mit einer "ertrunkenen Kamera" !!!
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